Markus Kniebes Journal urn:uuid:e46de75294f0b558d13e944c0a03e6c4 2021-02-08T03:01:13 <![CDATA[7 Fragen zu Konsum und Umwelt]]> urn:uuid:7322 2006-01-12T13:34:00 Ralf hat mich per Mail auf eine Umfrage zum Konsumverhalten hingewiesen. Sieben Fragen, die das Konsumverhalten und etwaige Veränderung hinterfragen.

  1. Gibt es Produkte, die Du bewusst meidest, wenn ja, welche und warum?

    Also wenn ich jetzt wieder die Sache mit Levis und der Anti Form erwähne, kollabieren vermutlich 50% der Leser. Aber Mode ist trotzdem ein gutes Stichwort. Seit eh und je vermeide ich Pullover, Jacken und T-Shirts von namhaften Herstellen. Die 501 war die einzige Ausnahme, aber das hat sich ja nunmehr auch erledigt. Sie sind mir nicht nur zu teuer. Nein! Ich laufe für die Firma auch noch als Reklamefläche durch die Gegend. Da bevorzuge ich doch ein einfarbiges T-Shirt ohne Beschriftung für acht Euro von nächstbesten Klamottendiscounter oder was dezentes aus der Kollektion Rumsfeld.

  2. Hat es in den letzten 10 Jahren Ereignisse gegeben, die Dein Konsumverhalten verändert haben?

    Ja, ich kaufe kaum mehr CDs, die von großen Major Labels vertrieben werden. Das fällt mir nicht so schwer, da ich schon immer auf Independent – Heute ein eher dehnbarer Begriff – stand.

    Als Fleisch Fan hat BSE und was da noch alles so kam eine gewisse Änderung in der Nahrungsmittelauswahl ausgelöst. Allerdigns weniger hachhaltig als mir lieb ist.
    Kann sich noch jemand an die Acrylamid-Geschichten erinnern. 🙂

  3. Welche Ereignisse zum Thema Umwelt und Konsum haben Dich am stärksten beeindruckt oder empört?

    Preisänderungen mit Einführung des Euro.

    Wie weit der amerikanische Satan geht, um Erdölvorkommen zu kontrollieren.

  4. Welche Entwicklungen im Bereich Umwelt oder Verbraucherschutz beunruhigen Dich?

    Als Verbraucher habe ich mich noch nie ernsthaft als geschützt betrachtet und habe auch nicht das Gefühl als beschützenswert eingestuft zu werden.

  5. Hast Du Erfahrung mit Markenprodukten gemacht, die in der Qualität nachgelassen haben oder wird alles besser, langlebiger, funktioneller?

    Die meisten Markenhersteller, gerade im Bereich Elektronik oder Heimelektronik, haben verschiedene Produktlinien auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet.

    Ich habe einige Highend Komponenten (Boxen, Vorverstärke, Monoblöcke, Monitor, DAT Rekorder, CD Player, Computer) mit denen ich seit Jahren zufrieden und auf der anderen Seite habe ich auch Konsumerdreck (Mobile, die Digiknipse, DVD Player, mp3 Player, Ex-Fernseher) der teilweise etwas unbefriedigend ist, obwohl auch von durchaus bekanten und renomierten Herstellern.

    Qualität und Langlebigkeit hängen einerseits vom Budget ab, das man für ein Produkt einplanen kann oder möchte und mit dem Interesse sich mit der Auswahl eingehend zu beschäftigen.

  6. Hast Du Ideen für Politiker und Konsumenten, um das Verhältnis von Umweltschutz, Konsum und Lebensqualität zu verbessern.

    Ach, an Ideen mangelt es doch bestimmt nicht, allein die Umsetzung fehlt.

  7. Kennst Du praktische Tipps für umweltbewusstes Konsumieren. Themen könnten hier Essen, Energiesparen, Verzicht u.a. sein.

    Als Städter sollte man sich Gedanken über alternative Transportmittel machen. Ich fahre seit bestimmt acht Jahren kein Auto mehr. Das gesparte Geld kann ich problemlos in die eine oder andere Taxifahrt investieren, wenn es nicht anderes geht. Ansonten ist der ÖPNV mein Freund – und sorgt immer für Gesprächsstoff:)

    Und letztendlich benötigt man nicht wirklich alles, was man auf den ersten Blick ganz interessant findet und später doch in der Ecke herumliegt. Genügsamkeit ist hier angesagt:

    […] Namenlose Einfachheit ist ohne Begehren; Und ohne Begehren herrscht Einklang. (37)

    […] Wisse daher, daß genug genug ist. Und genug wird\’s immer geben. (46)

    LaoTse, ein weiser Mann.

    Es kommt nicht von ungefähr, daß sich beide Passagen auf Essen, Energiesparen und Verzicht anwenden lassen.

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Markus Kniebes kniebes@pm.me