Markus Kniebes Journal urn:uuid:fdc24f5b504f03e210f94c8d0c995758 2021-24-06T06:03:01 <![CDATA[Lass uns mal zur Bude gehen]]> urn:uuid:6318 2004-10-04T15:41:00 Die Belgier bangen um ihre Pommesbuden. Von rund 8000 Flitschen in den 80ern sind nur noch um die 1200 übrig geblieben. Wie kann ein Land mit so wenig Pommesbuden überleben?

Mir ist schon schleierhaft wie man sich in manchen größeren deutschen Städten die Sohlen nach einer Bude – allerdings eher im Sinne von Kiosk oder Trinkhalle – ablaufen kann. Ganz vorne fallen mir da München und Freiburg ein. Da findet man eher einen 500 Euro Schein auf der Straße als eine Bude. Hier im Revier, auch als Ruhrpott, bekannt gibt’s solche Buden an jeder Ecke. Kleine Verkaufsläden, die zT. nichtmal ein Ladenlokal haben, sondern nur ein Verkaufsfenster zur Straße, wo man vom Bier bis zu Zigarette alles bekommen kann. Nicht ungedingt günstiger als im Supermarkt, aber hey…

Wenn man als Kind so rumgehangen hat – wie fast immer – und so garnichts mit sich anfangen konnte, Komm lass uns mal zur Bude gehen und ein paar Wassereis holen.
Kann sich noch jemand an diese Wassereisstangen für 15 oder 25 Pfennig erinnern. War im Sommer ein absoluter Renner.
Und Heute, wenn man als Erwachsener mit seinen Kollengen einfach mal so rumhängt, holt man sich an der Bude natürlich frische Gerstekaltschalen in formschönen Glasphiolen mit funktionalen Verschlüssen.

Ein Leben ohne eine Bude in der Nähe? Geht nicht. Das ist ein Stück Kulturgut im Ruhrgebiet.

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Markus Kniebes kniebes@pm.me